Der erste Zahnarztbesuch


23.02.2018
Angst vorm Zahnarzt vorbeugen

 Wer als Kind einfühlsam an die Thematik rund um den Zahnarztbesuch herangeführt wird, hat gute Chancen keine Angst vor Zahnbehandlungen zu entwickeln.
Sandra Göbel
Die Angst vorm Zahnarzt ist weit verbreitet – bei Erwachsenen wie bei Kindern. Oft entsteht die Furcht in der frühen Kindheit. Hat sich erst einmal ein Unbehagen gegenüber dem Zahnarzt aufgebaut, besteht es meist dauerhaft. Umso wichtiger ist es, Kindern vor dem ersten Zahnarztbesuch eine positive Einstellung zu vermitteln. Behandlung erst beim zweiten Besuch Der erste Besuch beim Zahnarzt empfiehlt sich nach dem Milchzahndurchbruch. Von da ab sind zwei Kontrollbesuche pro Jahr sinnvoll. „Um dem Nachwuchs die Ängste zu nehmen, sollten Erziehungsberechtigte einen Kinderzahnarzt aufsuchen und zudem darauf achten, dass freundliches Personal auf die speziellen Bedürfnisse der Kleinen eingeht“, rät die Kinderzahnärztin Dr. med. dent. Yvonne Knyhala. Beim ersten Besuch in der Praxis erfolgt am besten noch keine Behandlung, außer es bestehen bereits Schmerzen. Im Idealfall geht der Behandlung ein Kennlernbesuch voraus. Bei diesem erklärt der Arzt dem Kind das Vorgehen bei einem Zahnarztbesuch in kindgerechten Worten und probiert anschließend gemeinsam mit dem Kind die Instrumente spielerisch aus. So empfindet das Kind bei seiner ersten Behandlung keine Befremdung. Was Eltern tun können Die Expertin rät zu einem normalen, aber einfühlsamen Umgang mit dem Zahnarztbesuch. Eltern sollten Aussagen meiden wie „Wenn du zu viel Süßes isst, musst du zum Zahnarzt“ oder „Wenn du die Zähne nicht putzt, schimpft der Zahnarzt“. Denn diese fördern eine negative Einstellung gegenüber dem Zahnarzt beim Kind. „Hinzu kommen von Eltern gut gemeinte Aussagen wie ?Es tut bestimmt nicht weh!? oder ?Du musst keine Angst haben!?, die bei Kindern oft Unbehagen auslösen, da nur die Warnsignale Angst und Schmerz das Unterbewusstsein erreichen“, erklärt Dr. Knyhala. Möchten Eltern ihren Nachwuchs auf den Zahnarztbesuch vorbereiten, können sie das Kind zu einer eigenen Kontrolluntersuchung mitnehmen – vorausgesetzt die Eltern haben selber keine Angst. Zusätzlich vermitteln Bilderbücher, Serien oder Hörspiele, die das Thema Zahnarzt kindgerecht behandeln, Kindern eine positive Einstellung gegenüber dem Zahnarztbesuch.

Trend EMS-Training


22.02.2018
Elektrostimulation: Fit mit Strom?

 EMS-Training ersetzt kein Ausdauertraining, kann dieses aber sinnvoll ergänzen.
Sandra Göbel
Mit Zeitersparnis und Effizienz werben Fitnessstudios für ein neues „reizvolles“ Training: das EMS-Training (Elektrostimulationstraining) macht Anwender angeblich in 20 Minuten schlanker und muskulöser. Was ist dran? Beim EMS wird die Muskulatur durch Elektroden stimuliert. Damit das funktioniert, legt der Trainierende spezielle Kleidung an: einen hautengen Funktionsanzug, eine verkabelte Weste, einen Hüftgurt sowie Manschetten an den Oberarmen und Oberschenkeln. Die Intensität der Stromzufuhr reguliert der Trainer für jede Muskelgruppe unterschiedlich. Sobald der Reizstrom fließt, spannt der Trainierende einige Sekunden lang kräftig die Muskeln an. EMS-Training nur als Ergänzung sinnvoll Richtig neu ist dieses Prinzip nicht. „Physiotherapeuten und Ärzte setzen die äußere Stromzufuhr seit den 1970er-Jahren ein, um beispielsweise nach einer Knie-Verletzung gezielt wieder Muskeln aufzubauen und dabei das operierte Gelenk zu schonen“, berichtet Klaus Möhlendick, Diplom-Sportwissenschaftler bei der BARMER. Auch im Spitzensport gehört EMS seit Jahren zum Trainingsalltag. Allerdings lediglich als Ergänzung zum regulären Konditions-Training – ein wesentlicher Punkt, der nach Ansicht von Kritikern in der aktuellen Euphorie für EMS viel zu kurz kommt. Auch Möhlendick warnt vor zu hohen Erwartungen: „EMS ist ein intensives Muskeltraining, das aufgrund der hohen muskulären Belastung auch tatsächlich nur ein- bis zweimal wöchentlich absolviert werden sollte. Um gesundheitlich von Sport zu profitieren, führt an einem moderaten Ausdauertraining kein Weg vorbei.“ EMS-Training nur mit geschultem Personal EMS sollte ausschließlich unter der Anleitung eines Experten durchgeführt werden. Interessierte achten deshalb bereits am besten bei der Auswahl eines EMS-Studios darauf, dass dort speziell geschultes Personal arbeitet. Denn falsch angewendet drohen Schäden an Muskeln und Nieren. „Das Problem ist eine erhöhte Ausschüttung der Creatin-Kinase (CK), ein Abfallprodukt, das bei übermäßiger Muskelanstrengung entsteht und über die Nieren abgebaut wird?, erklärt Möhlendick. Wissenschaftler der Sporthochschule Köln haben herausgefunden, dass der Anstieg der CK beim EMS-Training bis zu 18-mal höher ist als beim herkömmlichen Training. Diese Extremwerte können die Nieren belasten. Wer also nach dem Training Schmerzen, Herzrasen oder ein Schwächegefühl verspürt, sollte einen Arzt aufsuchen. Ungeeignet ist EMS-Training für Schwangere, Menschen mit Herzschrittmachern, Implantaten, Epilepsie, Sensibilitätsstörungen (zum Beispiel als Folge eines Diabetes), Spastiken oder Hautproblemen. Quelle: Barmer

Missglückter Rauchstopp


21.02.2018
Nicht aufgeben ? Unterstützung suchen

 Ein Verhaltenstraining erleichtert das Abgewöhnen des Rauchens.
Sandra Göbel
Der Großteil der Raucher fasst irgendwann den Entschluss, mit dem Rauchen aufzuhören. Bis dies gelingt sind meist mehrere Versuche erforderlich. Klappt es nicht auf Anhieb, kann professionelle Unterstützung die Erfolgschancen erhöhen. Mit dem Rauchen aufzuhören, hat für die Gesundheit viele Vorteile und verbessert die Lebensqualität, doch das Überwinden der Nikotinabhängigkeit ist meist nicht einfach. „Zunächst kann man selbst versuchen, das Rauchen aufzugeben. Gelingt dies jedoch nicht und man hat sogar mehrere erfolglose Aufhörversuche hinter sich, sollte man sich unbedingt professionell helfen lassen“, rät Dr. Sabine Köhler vom Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) mit Verbandssitz in Krefeld. Rauchgewohnheiten bewusstmachen Beim Nikotinverzicht geht es zunächst darum, die Motivation zum Aufhören zu stärken und den Rauchstopp vorzubereiten. Auch sollten Betroffene lernen, ihr Rauchverhalten besser zu verstehen und zu hinterfragen. „Besonders erfolgsversprechend ist eine verhaltenstherapeutische Raucherentwöhnung, die gegebenenfalls mit Medikamenten unterstützt wird“, berichtet Köhler.
Eine Verhaltenstherapie zielt darauf ab, dass Betroffene eine langfristige Änderung ihrer Verhaltensgewohnheiten erreichen. Zentrale Element der Behandlung sind deshalb die Beobachtung und das Bewusstmachen eigener Verhaltensweisen im Hinblick auf das Rauchen. „Mit Unterstützung kann man alternative Verhaltensweisen zum Rauchen erlernen, die das ungesunde Verhalten ersetzen“, meint die Psychiaterin und Psychotherapeutin. Raucher können an einer Verhaltenstherapie im Rahmen von Einzel- oder Gruppensitzungen teilnehmen. Als besonders effektiv gelten die Angebote in Gruppen, weil die Gruppendynamik zusätzlich motiviert. Nikotinersatzprodukte helfen bei Entzugssymptome Mit Beginn des Nikotinverzichts können typische Entzugssymptome, wie Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit, Schlafstörungen und depressiven Verstimmungen auftreten. „Entzugssymptome können grundsätzlich auch ohne Medikamente überwunden werden“, erläutert Dr. Köhler. „Gegen Beschwerden stehen aber auch verschiedene Mittel zu Verfügung, die es Menschen erleichtern können, auf Zigaretten zu verzichten.“ Dazu zählen etwa Kaugummis, Pflaster, Lutschtabletten oder Inhalers. Bei sehr stark ausgeprägter Abhängigkeit können auch die verschreibungspflichtigen Medikamente Bupropion und Vareniclin in Erwägung gezogen werden, die das Rauchverlangen dämpfen. Informationen und Hilfsangebote: Quelle: Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN)

Richtwerte für Bluthochdruck


20.02.2018
Wann spricht man von Bluthochdruck?

 Bewegung hilft, Bluthochdruck entgegenzuwirken.
Sandra Göbel/Barmer
Bluthochdruck kann Herz und Gefäße stark schädigen. Doch mit einer frühzeitigen Diagnose und den richtigen Medikamenten ist die Erkrankung gut behandelbar. Wann ein Bluthochdruck besteht. Systolischer und diastolischer Wert Ob tatsächlich ein Bluthochdruck vorliegt, hängt von zwei Werten bei der Blutdruckmessung ab: dem systolischen und dem diastolischen Wert. Der systolische Wert gibt an, welcher Druck in den Gefäßen entsteht, wenn sich der Herzmuskel zusammenzieht, um das Blut in den Körper zu pumpen. Der diastolische Wert ermittelt den Druck, wenn das Herz erschlafft und sich erneut mit Blut füllt. Als optimal gelten Werte unter 120 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) systolisch und 80 mmHg diastolisch. Von einem Bluthochdruck spricht man laut Deutscher Herzstiftung, wenn bei verschiedenen Messungen an unterschiedlichen Tagen Werte von 140 zu 90 mmHg oder höher auftreten. Neue US-Bluthochdruck-Werte als Vorbild? Bislang hatten Patienten sowohl in Deutschland als auch in den USA Bluthochdruck bei Werten ab 140/90 mmHg. Doch eine Gruppe von Experten des American College of Cardiology und der American Heart Association legte jetzt für Amerika einen neuen Richtwert fest, und zwar bei 130/80 mmHg. Damit reagierten die Mediziner auf Studienergebnisse der vergangenen Jahre, denen zufolge bereits eine leichte Erhöhung des Blutdrucks zu Gesundheitsschäden führen kann. Kritiker vermuten dahinter jedoch vor allem einen Trick, um den Absatz für Blutdrucksenker zu steigern. In Deutschland gelten nach wie vor Werte ab 140/90 mmHg. Behandlung: Medikamente, Bewegung und gesundes Essen Die Behandlung beruht auf Medikamenten und einer Änderung des Lebensstils. „Die beiden wichtigsten Faktoren dabei sind eine Ernährung mit wenig tierischen Fetten und viel Obst und Gemüse sowie regelmäßiger Sport, am besten sanfter Ausdauersport“, erklärt Günther. Hilfreich seien außerdem Entspannungsübungen wie beispielsweise Yoga oder autogenes Training, um Stress abzubauen, sowie den Nikotin- und Alkoholkonsum zumindest zu reduzieren. „Die Erfolge können dabei so groß sein, dass manche Menschen sogar überhaupt keine Blutdrucksenker mehr benötigen oder die Dosierung senken können“, weiß die Apothekerin. Quelle: Barmer

Herzkrank in die Sauna?


19.02.2018
Was Betroffene beachten sollten

 Vor dem Saunieren sollte herzerkranke Menschen ihren Arzt fragen.
Sandra Göbel
Ein Saunagang entspannt, stärkt das Immunsystem und bringt den Kreislauf in Schwung. Das gilt auch für viele Menschen Herzerkrankungen. Ob und unter welchen Bedingungen ein Saunagang für sie ratsam ist. Herzleistung steigt um 80 Prozent „Damit sich Herzpatienten nicht gefährden, sollten sie nach einer diagnostizierten Herzerkrankung unbedingt mit ihrem Kardiologen besprechen, ob und bei welchen Temperaturen sie saunieren können“, rät der Kardiologe Dr. Vinzenz von Kageneck. Die beliebten Aufgüsse sind grundsätzlich für alle Herz-Kreislauf-Patienten zu meiden. Bei einem Saunagang von 70 bis 80 Grad und einer Dauer von 15 bis 20 Minuten steigt die Temperatur auf der Haut um zirka zehn Grad und die Körperkerntemperatur um bis zu zwei Grad an. Das entspricht während eines Saunagangs der Körpertemperatur bei mittlerem bis höherem Fieber (bis 39 Grad). Durch den Temperaturanstieg erweitern sich die Blutgefäße deutlich, dabei sinkt zunächst der Blutdruck und die Pulsfrequenz steigt um anfangs 20 bis zu 50 Prozent bei Erreichen der maximalen Körperkerntemperatur. Dadurch steigt die gesamte Herzleistung um zirka 80 Prozent. „Ein gesundes Herz bewältigt diese Mehrbelastung in der Regel problemlos. Ein krankes Herz dagegen kommt schneller an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit“, erläutert von Kageneck. Bei allen Herzkrankheiten: Plötzliche Abkühlung vermeiden „Für alle Herzpatienten ist die plötzliche Abkühlung mit der Schwalldusche und im kalten Becken nach der Sauna absolutes Tabu“, warnt Kageneck. Durch das ruckartige Abkühlen ziehen sich alle maximal weitgestellten Blutgefäße im Haut- und Unterhautgewebe plötzlich zusammen und eine große Menge Blut wird in kürzester Zeit in das Körperzentrum verschoben. Dieses Volumen und der dabei massiv ansteigende Blutdruck belasten beim Abkühlen das Herz. „Patienten mit Herzschwäche, Herzkranzgefäßerkrankungen und Bluthochdruck würde das gefährden. Herzpatienten müssen sich daher nach Saunagängen langsam abkühlen, vorzugsweise durch Umhergehen in kühlen Räumen oder durch lauwarmes Duschen.“ Wie belastbar muss man sein? Für Patienten mit Herzschwäche und alle anderen Herzpatienten ist ein Saunagang eine Belastung für das Herz von zirka 50 Watt, was einem schnelleren Gehen entspricht. „Bei Herzschwäche sollte daher eine Belastbarkeit von 50 Watt – besser sind 75 Watt – vorhanden sein. Und Temperaturen von 60 bis 70 Grad sollten zumindest in einer langen Eingewöhnungsphase an die Sauna nicht überschritten werden.“ Insbesondere Patienten mit Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen sollten auf eine regelmäßige Flüssigkeitszufuhr während ihres Saunabesuchs achten. Beim Schwitzen werden unter anderem Elektrolyte (Körpersalze) ausgeschieden, die eine wesentliche Rolle für den Herzrhythmus spielen. Dieser Verlust muss Dr. Kageneck zufolge dringend ausgeglichen werden. Quelle: Deutsche Herzstiftung

Ohne Müdigkeit durchs Frühjahr


17.02.2018
Wie Sie aus dem Tief kommen

 Ausnutzen, wann immer die Sonne scheint. Die Sonnenstrahlen fördern die Produktion von Serotonin und Vitamin D.
Sandra Göbel
Steigende Temperaturen, längere Tage: Während die Natur beginnt, auf Frühling umzustellen, fühlen sich viele Menschen besonders müde und matt. Wie Sie Ihrem Körper, elanvoll ins Frühjahr zu starten. Vielen Menschen macht die Umstellung vom Winter aufs Frühjahr körperlich zu schaffen. Werden die Tage heller und wärmer, weiten sich die Blutgefäße und der Blutdruck sinkt leicht. Dies kann zu Müdigkeit, Antriebsarmut, Gereiztheit oder Konzentrationsmangel führen. Zusätzlich spielen häufig die Hormone verrückt. Während im Winter das „Schlafhormon“ Melatonin den Ton angibt, produziert der Körper im Frühling verstärkt das „Glückshormon“ Serotonin. Es dauert einige Zeit, bis beide Hormone im Gleichgewicht sind. Bis sich die beiden Hormone neu organisiert haben, reagiert der Körper mit Müdigkeit und Stimmungsschwankungen. Doch dem sind Sie nicht hilflos ausgeliefert. Mit folgenden Tricks können Sie die Beschwerden lindern. Den Kreislauf stärken Morgendliche Wechselduschen stärken das Immunsystem und helfen dem Kreislauf auf die Sprünge. Denn der Kalt-Warm-Reiz trainiert die Gefäße: bei Kälte ziehen sie sich zusammen und der Blutdruck steigt, bei Wärme weiten sie sich und der Blutdruck sinkt. Beginnen Sie immer mit einem warmen Wasserstrahl und beenden Sie die Wechseldusche mit einem kalten. Führen Sie den Duschkopf zunächst an den Beinen entlang ? erst außen, dann innen. Arbeiten Sie sich anschließend mit dem Duschkopf am Körper hoch. Anwender sollten es jedoch nicht mit den Temperaturreizen übertreiben. Abhärtung ist gut, sollte aber stets erträglich sein. Tipp: Wer sich mit Wechselduschen nicht anfreunden kann, profitiert vielleicht von einer Extraportion Sauerstoff: Morgendliche Atemübungen am offenen Fenster bringen ebenfalls auf Trab. Ab nach draußen Um Frühlingshormone freizusetzen, hilft vor allem eins: Raus an die frische Luft. Das fördert die Produktion von Vitamin D und des „Glückshormons“ Serotonin. Ob Spaziergang, Wandern, Joggen oder Radtour: Wenn Sie sich regelmäßig an der frischen Luft bewegen, helfen Sie Ihrem Körper, sich schneller der geänderten Wetterlage anzupassen. Obendrein stärkt das die Abwehrkräfte und bringt Kreislauf und Stoffwechsel in Schwung. Tipp: Verlegen Sie Ihren Sport ins Freie. Während die kalte Luft im Winter zu sehr auf unsere Lunge drückte, ist ein mildes Lüftlein genau das Richtige. Energiebomben auf dem Speisezettel Wichtig ist auch die Versorgung mit ausreichend Nährstoffen. Setzen Sie viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Fisch auf den Speisezettel. Diese Lebensmittel sind leicht und gesund. Denn sie führen dem Körper wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zu – und schließen damit einen Nährstoffmangel als Ursache der Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Konzentrationsprobleme aus. Hinweis: Wenn Sie sich trotz viel Bewegung im Grünen und gesunder Ernährung länger als vier Wochen frühjahrsmüde fühlen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Dieser klärt ab, ob eine organische Erkrankung hinter den Beschwerden steckt.

Kortison in der Selbstmedikation


16.02.2018
Keine Angst vor Nebenwirkungen

 Bei Neurodermitis und anderen entzündlichen Hauterkrankungen bietet Kortison (etwa Hydrocortison) eine effektive, aber verträgliche Behandlung.
Sandra Göbel
Bei der Anwendung von Kortison fürchten viele Anwender Nebenwirkungen. Ob die Sorge bei der Selbstmedikation berechtigt ist, erklärt die Apothekerkammer Niedersachsen. Kortison ist ein körpereigenes Hormon, das viele Funktionen im Körper steuert und wichtig für die Immunfunktion ist. Bei richtiger Anwendung und in der passenden Dosierung sind verschreibungsfreie kortisonhaltige Salben, Cremes oder Nasensprays aus der Apotheke sehr gut verträglich. Da der Wirkstoff in der Selbstmedikation praktisch nur äußerlich angewendet wird, kann er gar nicht oder in nur geringen Mengen in den Blutkreislauf gelangen. Woher kommt also die Angst vor Nebenwirkungen? Im Gegensatz zu modernen Therapien wurde Kortison früher oft zu hoch dosiert und zu lange angewendet. Nebenwirkungen wie das Vollmondgesicht waren die Folge. Auch wenn diese bei inzwischen weniger wahrscheinlich sind, halten sich die Vorurteile gegen den entzündungshemmenden und immunsuppressiven Wirkstoff bis heute hartnäckig. Kortisonhaltiges Nasenspray bei Heuschnupfen Nasensprays, die Kortison enthalten, wirken lokal entzündungshemmend und antiallergisch. Deshalb können sie Heuschnupfensymptome lindern. Diese Nasensprays dürfen im Rahmen der Selbstmedikation nur nach vorheriger Diagnose durch einen Arzt angewendet werden. Damit der Sprühstoß auf der Nasenschleimhaut effektiv wirkt, am besten das Spray mit der rechten Hand in das linke Nasenloch und in das rechte Nasenloch mit der linken Hand einsprühen. Cremes & Co. bringen Linderung von außen Bei leichten bis mäßig stark ausgeprägten entzündlichen, allergischen, juckenden oder geschwollenen Hauterkrankungen können kortisonhaltige Cremes und Salben eingesetzt werden. Die betroffene Hautfläche sollte in der Selbstmedikation jedoch nicht mehr als ein Zehntel der Körperoberfläche ausmachen. Das entspricht etwa der Fläche eines Arms oder Unterschenkels. Die Zubereitung wird ein- bis zweimal täglich aufgetragen. Der Anwendungszeitraum sollte bei einem 0,25-prozentigen Dermatikum vier Wochen, bei einer höher konzentrierten Zubereitung von 0,5 Prozent zwei Wochen nicht überschreiten. Darüber hinaus ist es unbedingt empfehlenswert, sich in der Apotheke die verschiedenen Produkte erklären zu lassen. Wann lieber auf Kortison verzichten? Kortisonhaltige Zubereitungen dürfen nicht immer angewendet werden. Das gilt zum Beispiel bei offenen oder infektiösen Wunden, Pilzbefall und Akne. Bei Kindern unter sechs Jahren darf eine Therapie mit kortisonhaltigen Zubereitungen nur wie vom Arzt verordnet durchgeführt werden. Sind Betroffene nicht sicher, ob ein Präparat mit Kortison für die Selbstbehandlung geeignet ist, berät der Apotheker. Quelle: Apothekerkammer Niedersachsen

Verspannungen vorbeugen


15.02.2018
So bleiben die Muskeln locker

 Nackenschmerzen sind nicht immer zu verhindern, aber die Häufigkeit ihres Auftretens kann durch einige Verhaltensweisen meist reduziert werden.
Sandra Göbel
Schmerzen im Rücken oder in der Schulter treffen nahezu Jeden hin und wieder. Doch mit einfachen Verhaltensregeln lassen sich Verspannungen vorbeugen. Was Sie für Ihre Muskeln tun können. Nahezu jeder leidet im Laufe seines Lebens mehrmals unter schmerzhaften Verspannungen. Häufig kommt es im Bereich der Schulter und des Rückens durch einseitige und starre Haltungen zu einer Minderdurchblutung und damit zu einer Unterversorgung der Muskulatur mit Sauerstoff. „Dies erhöht die Grundspannung des Muskels und führt damit zu mehr oder weniger schmerzhaften Verspannungen“, erklärt Haag von der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH). „Besonders langes Sitzen vor dem Computer und im Auto, aber auch genereller Bewegungsmangel sind Risikofaktoren, da die Muskulatur hier für einen längeren Zeitraum nur unzureichend aktiviert wird.“ Normalerweise klingen Verspannungen nach einigen Tagen von alleine wieder ab. Sollte der Zustand jedoch länger als eine Woche anhalten, große Schmerzen verursachen oder regelmäßig wiederkehren, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, um den Ursachen auf den Grund zu gehen. Das können Sie selbst für sich tun
Quelle: Kaufmännischen Krankenkasse (K


Früherkennung fürs Auge


14.02.2018
Wie Sie Ihr Augenlicht schützen

 Das Augenlicht schützen! Früherkennungsuntersuchungen helfen dabei.
Sandra Göbel
Viele Augenkrankheiten beginnen schleichend und ohne Symptome. Früh erkannt sind die Heilungschancen jedoch am besten. Welche Früherkennungsuntersuchungen Augenärzte empfehlen. Test auf Sehschwäche bei Kindern Damit sich das Sehvermögen bei Kindern optimal entwickelt, sollten alle Kinder spätestens um den dritten Geburtstag herum einmal augenärztlich untersucht werden. Stellt der Augenarzt dabei eine Fehlsichtigkeit oder Schielen fest, kann dies frühzeitig behandelt werden. Bleiben ein Sehfehler oder auch ein schwaches Schielen bei Kindern längere Zeit unentdeckt, besteht die Gefahr, dass ein Auge nicht die volle Sehkraft erreichen kann, weil der Seheindruck im Gehirn nicht korrekt verarbeitet wird. „Bei den Einschulungsuntersuchungen durch die Gesundheitsämter weisen sechs Prozent der Kinder, die vor dem dritten Geburtstag nicht augenärztlich untersucht wurden, eine einseitige Sehschwäche auf“, berichtet Dr. Ludger Wollring, Pressesprecher des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands (BVA). Wenn in der Familie bereits Sehfehler bekannt oder das Kind deutlich schielt sind, ist eine Untersuchung bereits im Alter von sechs Monaten zu empfehlen. Zu einer frühen Augenuntersuchung raten Experten auch bei Frühgeborenen. Früherkennung des Glaukoms (Grüner Star) Der Grüne Star ist eine tückische Krankheit, bei der nach und nach die Fasern des Sehnervs absterben. Dadurch entstehen, vom Rand her beginnend, Ausfälle im Gesichtsfeld. Betroffene verspüren keine Schmerzen und bemerken selbst in fortgeschrittenen Stadien der Krankheit keine Symptome, da das andere Auge die Defizite ausgleicht. Blinde Flecken werden nicht als „schwarze Löcher“ wahrgenommen, sondern das Gehirn erstellt ein möglichst homogenes Bild aufgrund der vorhandenen Sehinformationen. Erst wenn der größte Teil des Sehnervs unwiederbringlich zerstört ist, werden die entstehenden blinden Flecken im Gesichtsfeld bemerkt. Rechtzeitig erkannt, lässt sich das Glaukom mit Augentropfen, Lasereingriffen oder Operationen gut behandeln. Deshalb sind ab dem 40. Lebensjahr regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen ratsam. Dabei untersucht der Augenarzt den Sehnervenkopf am Augenhintergrund auf Auffälligkeiten und misst der Augeninnendruck. Er ist neben dem Alter ein wichtiger Risikofaktor. Menschen mit dunkler Hautfarbe wird die Untersuchung bereits ab dem 30. Lebensjahr empfohlen, da sie häufiger an einem Glaukom erkranken. Auch Menschen, deren Verwandte 1. Grades unter einem Glaukom leiden, sollten sich schon in jüngeren Jahren regelmäßig untersuchen lassen. Untersuchung der Netzhaut bei Kurzsichtigkeit Kurzsichtige Menschen haben ein erhöhtes Risiko für Netzhautablösungen. Deshalb sollten Patienten mit einer Kurzsichtigkeit ab -3 Dioptrien ihre Netzhaut jährlich untersuchen lassen. Für diese Untersuchung wird die Pupille mit Augentropfen erweitert. Danach kann man für einige Stunden nicht scharf sehen, so dass nach der Untersuchung Autofahren zunächst nicht möglich ist. Früherkennung der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) Bei der AMD sterben nach und nach die lichtempfindlichen Zellen in der Netzhautmitte ab. In einigen Fällen wachsen zudem krankhafte Gefäße im Bereich der Netzhautmitte, aus denen Feuchtigkeit austritt, was den Krankheitsprozess erheblich beschleunigt. Diese feuchte Form der AMD lässt sich mit Medikamentengaben ins Augeninnere behandeln – je früher die Krankheit erkannt wird, umso besser sind die Erfolgsaussichten. Deshalb empfiehlt der BVA allen Menschen ab dem Alter von 60 Jahren regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen. Augenarzt-Check für Verkehrsteilnehmer Im Straßenverkehr sind wir besonders auf die Leistungsfähigkeit unserer Augen angewiesen. Dabei spielt nicht nur die zentrale Sehschärfe eine Rolle. Sehen bei schlechten Lichtverhältnissen ist ebenso wichtig wie ein intaktes Gesichtsfeld. Diese und weitere Aspekte werden bei einem Augenarzt-Check für Verkehrsteilnehmer berücksichtigt. Augenärzte empfehlen diesen Test allen Verkehrsteilnehmern ab dem 40. Lebensjahr. Quelle: Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA)



Erkältung oder Grippe?


13.02.2018
Die Symptome richtig deuten

 Bei einer Erkältung oder Grippe benötigt der Körper viel Flüssigkeit.
Julia Schmidt
Schnupfen, Kopfschmerzen und Husten – in der kalten Jahreszeit plagt sie viele immer mal wieder: die Erkältung. Oder ist es doch die Grippe? Wie Sie beide Erkrankungen unterscheiden und wieder gesund werden. Wie sich eine Erkältung äußert Die Erkältung und die Grippe haben einige Anzeichen gemeinsam, sodass viele Menschen sie oft verwechseln. Auch wenn letzlich der Arzt die Diagnose stellen wird, so ist es doch nützlich, wenn man die Krankheitsanzeichen richtig deuten kann. Denn nicht immer ist ein Arztbesuch bei einer Erkältung notwendig. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung der oberen Atemwege, die meist durch Rhino- oder Coronaviren ausgelöst wird. Typische Anzeichen sind Schnupfen, Halsschmerzen und leichte Kopfschmerzen. Auch Husten deutet auf eine Erkältung hin, Fieber und Gliederschmerzen treten hingegen seltener auf. Grundsätzlich erscheinen die Symptome langsam und flauen nach ein paar Tagen wieder ab. Erkältungen wirken sich zwar negativ auf die allgeimene Befindlichkeit aus, aber betroffene Personen fühlen sich nicht schwer krank. Wie sich eine Grippe äußert Die Grippe (Influenza) wird durch Influenza-Viren des Typs A, B oder C ausgelöst und beginnt meist plötzlich. Das meist rasch auftretende Fieber um die 39 Grad Celsius und das Frösteln verschlechtern sehr schnell den Allgemeinzustand der Patienten. Im Gegensatz zur Erkältung leiden Menschen mit einer Grippe unter Glieder- und Muskelschmerzen sowie starken Kopfschmerzen. Das Krankheitsgefühl ist stark ausgeprägt und wird von Müdigkeit begleitet. Wie bei einer Erkältung werden die von Hustenanfällen geplagt werden, Schnupfen und Halsschmerzen treten nur manchmal auf. Trinken, trinken, trinken Egal, ob man an einer Erkältung oder an einer Grippe leidet: Ärzte des Deutschen Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohrenärzte e.V. empfehlen, viel zu trinken. Betroffene Personen halten so ihre Schleimhäute feucht und verbessern ihre Abwehrreaktionen. Darüber hinaus verliert der Körper bei Fieber viel Flüssigkeit, sodass Betroffene den Flüssigkeitsverlust wieder ausgleichen müssen. Vor allem bei einer Grippe raten die Ärzte, sich zu schonen und einige Tage im Bett zu bleiben. Wann ein Arztbesuch ratsam ist Die HNO-Ärzte empfehlen folgenden Personengruppen, einen Arzt aufzusuchen und die Beschwerden abklären zu lassen. Ärzte verordnen meist Arzneimittel gegen die einzelnen Symptome. Da Antibiotika nur gegen Bakterien wirken, werden sie in der Regel bei Virusinfektionen nicht verschrieben. Eine Ausnahme besteht dann, wenn betroffene Personen sich zusätzlich mit Bakterien infiziert haben. Quelle: http://www.hno-aerzte-im-netz.de/startseite.html|Deutscher Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte e.V.